Bereits als kleines Kind war ich von Miniaturen und Miniatur - Welten fasziniert, denn meine Eltern bauten eine Eisenbahnanlage. Diese stand eine Zeit lang sogar in unserem Wohnzimmer. Mit vier Jahren bekam ich eine Puppenstube, die mein Vater später zweimal vergrösserte und veränderte. 
 Als es die ersten Ankleidepuppen im Maßstab 1:6 zu kaufen gab, spielte ich besonders gerne damit. Für sie gab es auch Kleidung, die man nach Belieben wechseln konnte. Leider hatte ich aber keine Möbel und kein Haus. Außerdem störte mich die geringe Beweglichkeit. Ich versuchte selbst Kleidung für meine Puppen herzustellen. Da es mir aber nicht allzugut gelang, schaute ich lieber meiner Mutter und den Müttern meiner Freundinnen dabei zu. Von ihnen und in der Schule lernte ich später ein wenig das Nähen. Mit neun Jahren zeigte meine Oma mir wie man strickt. Es wurde zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Aber auch andere Handarbeiten begeisterten mich. Durch meinen Vater und drei Brüder, die sich mit Modellbau und -flug beschäftigten, lernte ich auch ein wenig das Handwerken.
Vom 15. bis 25. Lebensjahr hatte ich keinerlei Interesse an Puppen oder Miniaturen. Bis ich eines Tages eine Puppenausstellung sah und mir spontan diese Puppe kaufte
Kurz darauf heiratete ich. Durch meine erste Tochter kam ich wieder in Spielzeugabteilungen. Besonders die Regale mit den Puppen zogen mich an. Nachdem meine zweite Tochter geboren war, kam die erste Barbie in unser Haus. Zu dieser gesellten sich aber schnell noch andere. Jedes der Mädchen erhielt ein Haus mit Möbeln und ich begann für ihre Puppen zu nähen, zu stricken und zu werken. Da mit allen ständig gespielt wurde, ich aber ein Modell brauchte, kaufte ich mir schließlich eine eigene Barbie. Diese war übrigens meine erste, denn als Kind besaß ich nur Puppen von Petra. Bald störte mich wieder die geringe Beweglichkeit und ich schwankte erneut zwischen Miniaturen der verschiedensten Maßstäbe. Durch das Internet merkte ich, dass andere meine Leidenschaft in Bezug auf den Maßstab 1:6 teilen. Der Austausch mit ihnen gab mir den Mut, mich auf diese Puppengrösse zu beschränken und ein Hobby daraus zu machen.
Inzwischen besitze ich Fashion Dolls und Actionfiguren der verschiedensten Hersteller mit möglichst großer Beweglichkeit. Das Stricken für sie ist meine liebste Beschäftigung.
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